Schloss Büdingen

Alchemistenküche

Die liebevolle Alchemistenküche

Alchemistenküche
Alchemistenküche
In dem heute als Alchemisten Küche bezeichneten Raum war bis 1739 ein Apotheker für die Hofhaltung tätig. Hier wurden Rezepturen gemischt, und ein offener Kamin aus dem Jahre 1552 lieferte die nötige Hitze zum Destillieren heilender Essenzen. Büdingen war in alten Zeiten berühmt durch Versteinerungen, denen große Heilwirkung zugeschrieben wurden, die Krötensteine, „so äußerlich und innerlich das Gift abtreiben", wie es in Chronik von 1747 heißt.

Später hat die wissenschaftliche Neugier eines Grafen, verbunden mit der Freude am spielerischen Experiment, hier ein naturwissen- schaftliches Kabinett entstehen lassen. Daher finden sich zahlreich chemische und physikalische Instrumente aus dem 18. Jahrhundert - wie Elektrisierapparate, Zündmaschinen, Kobenluftpumpen oder Mikroskope. Die parkseitige Wandnische wurde Raum für ein „heimliches Gemach", einen Aborterker über den Wassergraben. Das merkwürdige Rundfenster ein sog. „Oculus" gehörte als Lichtöffnung zur alten Burgkapelle.

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